Mit einer leichten Schamesröte im Gesicht blickte die junge Frau an und hielt unweigerlich für einen kurzen Augenblick den Atem an. Hatte sie sich gerade noch über Fins Machoaussage, ob sie mehr Aufmerksamkeit bräuchte, ärgern wollen, so verschlug es ihr nun beim Anblick ihrer herausgeputzten Mitbewohnerin beinahe die Sprache. Anerkennend lächelte Sophia ihr  Gegenüber an. "Ja, ich bin fast fertig, ich wollte nur noch schnell meine Lieblingskette holen und meine Tasche, dann komme ich sofort wieder." Sie klimperte verführerisch mit ihren vollen Wimpern und fügte hinzu: "Ich denke auch, dass wir uns heute Abend köstlich amüsieren werden. Du siehst wirklich zum Anbeißen aus, Selina..." Ein leichtes Grinsen stahl sich über ihr Gesicht. Diese WG-Geschichte würde sicherlich noch interessant werden mit den beiden, Fin und Selina... Da konnte man sich ja kaum noch entscheiden, wen man lieber vernaschen wollte. Elegant schlängelte sie sich an Selina vorbei und huschte in ihr etwas chaotisches Zimmer. Rasch öffnete sie ein paar Kartons, bis sie ihre Lieblingshalskette gefunden hatte, ein wunderschön verziertes, silbernes Amulett, welches ihr Großvater ihrer Großmutter zur Verlobung geschenkt hatte. Niemals würde sie ohne diesen Glücksbringer aus dem Haus gehen. Und heute Abend sollte ihr das Glück zur Seite stehen, denn sie hatte wenig Lust die Nacht alleine zu verbringen. Viel schöner wäre es doch nach einem amüsanten Abend die Bekanntschaft mit einem der beiden Mitbewohner noch zu vertiefen... Tief in Gedanken versunken hatte sie sich auf das Bett fallen lassen und spielte an dem Amulett herum, bis leise der Verschluss aufsprang. Augenblicklich war sie wieder in der Gegenwart angekommen und spürte, wie ihre Augen feucht wurden, als sie das Bild im Inneren entdeckte. Rasch verschloss sie das Amulett wieder und tupfte sich über die Augen, darauf bedacht die Schminke nicht wieder zu verwischen. Langsam stand Sophia wieder auf und bemühte sich um ein möglichst aufrichtiges Lächeln. 'Hey, Kopf hoch, Süße, der Abend wird supertoll mit den beiden Schnuckeln' versuchte sie sich selbst wieder aufzubauen. So trat sie schließlich wieder zaghaft lächelnd aus ihrem Zimmer und sah gerade noch Barbara in einem auffällig roten Kleid aus der Haustür rauschen, beobachtet von einem grinsenden Fin auf der Couch. Lachend ließ sie sich neben ihm nieder. "Da hatte es wohl jemand eilig zu ihrem Date zu kommen. Sah ja schick aus, dieser rote Fummel..."

6.10.10 21:40

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen